Sassicaia 2002

 

Das Wetter im Jahr 2002 vareierte sehr; der Frühling war im Rahmen des Normalen, doch im Juni und Juli war der Niederschlag viel höher als der Jahreszeiten-Durchschnitt.

Im September dann blieb es sonnig bis zur Beendingung der Ernte, somit waren die Trauben fähig zu Reifen.

Dank der Winde und der Sonne der Küstengegend um Bolgheri während der gesamten Ernte, waren die Trauben gesund und guter Qualität.

Die Ernte begann erfolgreich am 9. September und konnte fast ohne Unterbrechungen druchgezogen werden.

Der Jahrgang 2002 war im allgemeinen kein sehr gutes Jahr, besonders wegen der Säure während der Zeit des Reifeprozesses, welcher sicherlich abgeschlossen war aber nicht immer physiologisch homogen ablief.

 

Die Weine, im Vergleich zu den vorrangegangenen Jahrgang, haben dadurch einen Säuregehalt mit leicht erhöhter Apfelsäure (Malat). Zum Glück hat jedoch die Malolaktische Säureumwandlung dieses Problem durch einen pünktlichen Beginn und eine komplette Durchführung gelöst. Das Mazerieren der Beeren in Temperatur-kontrollierten Tanks war, im Gegensatz zu den anderen Jahren in welchen dies bis zu 18 oder 19 Tage lang dauern konnte, nicht länger als 15 Tage.

Am 18. Oktober hatte der Wein einen guten pH Gehalt, besonders durch ein zweifaches Umfüllen, das erste mal in gebrauchten Eichen Barriques. Dadurch wird der Wein gut "gesäubert", bevor die Evolution in neuen und bereits einmal benutzten Barriques abläuft.

Wir haben festgestellt, besonders an dem 2002er Jahrgang, daß neue Eiche einen zu großen Einfluss auf den organoleptischen Aspekt der "Gaumen und Nase" hat, verglichen zu dem Einfluss der benützten Barriques und haben den Kontakt zu den neuen Fässern auf ca. einen Monat reduziert.

Große "Barrique-Weine" sollten nie nach Fass riechen. Auch das ist ein Grund, warum wir den Wein nicht nur in neuer Eiche lassen, damit man genau den Charakter einer "Eichen-Fabrik" umgeht.


Composition

Weitere interessante Daten des 2002 Jahrganges:

Der gesamte Polyphenol-Wert ist ein wenig niedriger als normalerweise, aber dies weisst sich nicht organoleptisch im Gaumen ab.

Der pH ist konstant bei ca. 3,68-3,70 und der trockene Extrakt-Wert von ca. 31 gr/litre ist für den professionellen Gaumen zufrieden stellend.

Der Wein sollte idealerweise bei einer Temperatur von 14-16 ° gelagert werden. Der 2002er Jahrgang hat verglichen zu anderen Jahrgängen des Sassicaia einen druchschnittliches Alterungs-Potential, trotz einer reichen und resistenten Struktur sollte der Wein nicht für zu lange Zeit gealtert werden.

         Dott. Giacomo Tachis

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